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Jajaja, dieses Blog führt eine Kategorie „Wa(h)lbeobachtung“ mit sich herum. Das ist in etwa so, wie MajaSchwarz ihre plastene Fahrerlaubniskarte mit sich herumträgt: Fahren kann se nur auf dem Papier, bzw. auf der Plastikkarte, weniger auf realen, asphaltierten Straßen. Und so ähnlich isses andersrum mit dieser Kategorie. In der „Wa(h)lbeobachtung“ sollte es zunächst einmal um die in diesem Herbst bevorstehende Präsidentschaftswahl in den USA gehen (das Land sieht dabei zuweilen aus wie ein strandender Wal, der sich im Trockenen windet, weil seine Wählerschaft gespalten ist, all die dollen Hoffnungen, die an seinen Präsidenten, den ersten schwarzen, geknüpft worden sind, den Strand herunter gespült wurden – wobei Wale ja keine Wählerschaft haben; dem aufmerksamen Leserin wird die Ungepasstheit des Bildes nicht entgangen sein). Achso, ja: Die Kategorie. Die wird seltenst nur gefahren, und steht eher so auf irgendeinem Parkplatz rum, in der Hoffnung, dass sie nicht von gewaltbejahenden IrgendwasWollenden angezündet wird.

Aber mal gucken – was gab’s denn da zu gucken? Fassen wir kurz zusammen: Während in den USA immer noch die Wahl vorbereitet wird – so richtig viel Spannendes gibt es da ja nicht, außer, dass der Kandidat, der gegen Obama antreten wird, nun wohl feststeht, und nein, es ist nicht Roseanne Barr! – betritt dieser Tage in Russland der wenig gute Putin erneut die Präsidentenbühne. Nachdem seine Wahl schon einige Zeit zurückliegt, beginnt seine neue Amtszeit just jetzt. Die Tageszeitungen berichten, und kommentieren und leitartikeln, so auf Seite 3 bestimmt aller Zeitungen, zumindest meiner heutigen. (Sucht mal selber nach Euch passenden Links, Ihr werdet da schon fündig ;))

Dann im nationalen Küstengebiet: Die FDP ist irgendwie wieder da, Kubicki punktet mächtig, was Lindner beim Will-Nachfolger Jauch, der sich kürzlich als wenig Weinkennend auszeichnete, souverän und vermeintlich sachbezogen weiter hochputscht. Tut’s in einer Sitzgruppe mit Ponader, dem neuen Anführer der Piratenpartei, die ja so zwischen dem Status als folgerichtiger Nachfolger der Grünen und komischen Internet-Nerds schwankt.

Weiterhin wurde in Frankreich gewählt: Der neue Präsident hat mächtig abgespeckt, sowohl was das Gewicht angeht als auch den Humor; der ist ihm abtrünnig geraten während des Wahlkampfes. Eine unlustige Freundin hat er schon; gestern Abend noch hat ihn gleich die unsrige Präsidentin angerufen, die späterhin auf einer Pressekonferenz einen 7-minütigen Monolog zur Lage aller Nationen abgab. Naja, nicht ALLER Nationen, dafür sind wir hier jetzt grade zu eurozentristisch. Als ich aber vorhin den Einspieler im Inforadio zu ihrem Beitrag hörte, war ich doch überrascht: Die Kanzlerin erscheint mir immer eher als Zusammenfasserin, als jemand, die die Dinge, die ihre Mitarbeiter eifrig recherchieren, halb-freundlich aufsagt, weniger als eigenständige Denkerin.

Zu guter Letzt, und ohne den eurozentrischen Boden zu verlassen noch ein kleiner Blick auf Griechenland: Dort wurde der dem Sparpaket huldigenden Regierung der Hahn abgedreht, da ist jetzt wer Neues an der Macht, und es sieht eng aus mit den Sparplänen des (deutschen) Auslands für den Inselstaat. Die aber hat, für die germanische Seite, ja die Kanzlerin schon recht gut verteidigt, siehe aufgesagter 7-Minuten-Monolog oben. (Womit wir in einer Beitragsschleife wären.)

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