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Die Welt, wie wir sie kennen, wird jeden Tag moderner. Die Leute, die wir so treffen, lernen wir immer öfter online kennen, statt ihnen beim Sport, beim Töpfern oder im Café zu begegnen. 1000 Stunden für die digitale Partnersuche, 1000 Klicks, manch Mann schafft es, keinen zweiten virtuellen Blick Wert zu sein. Wo liegt das gesunde Maß? Zählt die Welt da draußen (für manche) nichts mehr? Sind reale Begegnungen zu viel des Aufwands? Was erwarten wir vom jeweils anderen? Soll er, soll sie, nützlich sein? Traue ich mich, wen zu stalken, sein Facebook-Profil über zig Klicks ausfindig zu machen, ihm oder ihr so zu zeigen, dass ich einiges an Aufwand in die Suche investiert habe? Mache ich mich nicht sofort nackig damit? Vielleicht gar nackiger, als ich es in der realen Welt je könnte?

Oder bin ich viel zu zögerlich, und habe quasi nur notgedrungen eine E-Mail-Adresse, traue mir sonst aber keine digitale Existenz zu? Steige ich lieber zu wildfremden Personen ins Auto, anstatt dem Online-Banking zu vertrauen? Siebe ich potentielle Partner, anstatt mich ernsthaft zu interessieren?

Vielleicht ist die Welt, auch wenn sie digitaler wird, nicht so modern. Wen will ich (kennenlernen) – das scheint immer noch eine Frage des Nutzens zu sein, voll gespickt mit Hindernissen, Eigennutz, Angst. Was noch?

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