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2013 wird gewählt. Aber wer steht eigentlich zur Auswahl? Ein kurzes Intro ins Bundestagswahljahr

Das neue Jahr schiebt nicht nur eine fette „13“ mit sich herum, es nötigt auch zu Gedanken über die zumeist wenig erquickenden Themen von gesellschaftlichem Leben. In dem Fall ermahnt uns das Jahr zur Befassung mit unserem jeweils eigenen politischen Willen. Zur Debatte steht das neue de facto-Staatsoberhaupt: die wohl mächtigste Frau der Welt (und damit auch mächtigste Frau Deutschlands, ergo auch wichtiger als das eigentliche Staatsoberhaupt Gauck) versus der Verlegenheitskandidat, sprich: Merkel gegen Steinbrück, so sieht die politische Bühne 2013 im Kurzformat aus. Doch zwischen wem sollen wir da eigentlich entscheiden?

Merkel – the most powerful girl on earth

Merkel ist ja nicht nur irgendwie die mächtigste Frau der Welt, sie selbst geht auch davon aus, der erfolgreichsten Regierung seit der Wiedervereinigung vorzustehen. So sagte sie im November letzten Jahres. Wollte man dem zustimmen, weil man selbst ja beispielsweise ganz unmittelbar von der Abschaffung der Praxisgebühr profitiert, so müsste man auch eingestehen, dass Merkel einer wahnsinnig zerstrittenen Regierung vorsteht, sich bereits etlicher Kollegen entledigt hat, und dass ihre Politik klar von der Opposition mitgetragen wird.

Dabei gilt „das Mädchen aus dem Osten“ als eine überzeugte, authentische Persönlichkeit, die sehr ruhig und sehr sachlich auftritt. So ruhig und sachlich gar, dass mancher sich, wie bei Frank Plasberg im Dezember geschehen, zu der Äußerung hinreißen lässt, Angela Merkel sei quasi unsichtbar und halte dadurch den Nervfaktor gering. Nun, zumindest gilt sie nicht als korrupt, und erscheint wenig angeberisch. Auch, wenn sie meint, der erfolgreichsten Regierung ever vorzustehen.

Der Herausforderer: Ein Verlegenheitskandidat

So ruhig und sachlich das Image der derzeitigen Kanzlerin, so aufbrausend der Herausforderer, der, so soll betont sein, ein Verlegenheitskandidat ist, jemand, der nicht selbst am „Kanzleramtszaun gerüttelt hat“, sondern von seinem quasi-Papa Schmidt dorthin getragen wurde. Ursprünglich wollte er mit der Waschmaschine Kanzleramt auch nicht zu tun haben, wollte da nicht rein – ein Wunsch, dem man ihm nicht abschlagen sollte 😉
Steinbrück gilt als eitel, als ein Mann mit skurrilem, eigenwilligen Humor. Er hat etwas Militärisches an sich, ist impulsiv und sehr empfindlich. Frauen mögen ihn nicht, zumindest nicht ihn als Kanzler, seine Attraktivität-oder-Nicht ist nicht Gegenstand dieses Blogeintrags. Man fragt sich, so zumindest taten es die „hart aber fair“-Mitdiskutanten im Dezember, ob Steinbrück überhaupt irgendwann wichtige Themen setzt, oder ob er unentwegt nur dabei ist, sein schlechtes Krisenmanagement in Bezug auf die ein oder andere Tölpelhaftigkeit unter Beweis zu stellen.

Die Wahl-Wetteraussichten

Merkel versus Steinbrück – das also ist eine der großen Fragen 2013. Merkel, mag dabei als die Ruhige erscheinen – als das leichte Windchen, das den soliden, aber leichten Regen begleitet. Steinbrück kommt aufbrausend daher, wie ein impulsiver, wenn nicht gar vernichtender Sturm. Sollte dabei Steinrück als Sieger hervorgehen, wir müssten dann das Bild „vom Regen in die Traufe“ bemühen. Keine schönen Wetteraussichten.

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