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Frank Plasberg spricht in „hart aber fair“ mit Oliver Pocher, Erika Steinbach, Hellmuth Karasek und Rudolf Dreßler über Adolf Hitler. Warum das nervt, das versuche ich hier zu verstehen

Kotzbedürfnisse sondergleichen, die die ARD da hervorstachelt. Ehrlich – wieso darf Oliver Pocher in jeder Talkshow auftreten, und was berechtigt den, quasi der Stellvertreter meiner (naja, so etwa jedenfalls) Generation zu sein, dem die Meinungshoheit inne wohnt, der beispielhaft dafür stehen soll, dass Menschen um die 30 Bücher wie „Er ist wieder da“ so dermaßen genial finden würden, und dass Hitler nun mal vorbei sein müsse. Warum muss man sich denn immer und immer wieder die Mär anhören, als DeutscheR würde man im Ausland immer (!) sofort (!) als Nazi gesehen. Hat denn der Herr Pocher schon mal irgendwo Urlaub gemacht? (Ja, hat er, ich weiß. Aber muss man stets und ständig dieses Klischee des armen Deutschen runterbeten, dem man auf französischen, amerikanischen oder sonstwo-Straßen „Nazisau“ und „Judenmörder“ hinterher ruft? Die meisten deutschen Nazis werden als Touris eher noch viel zu sehr umpuschelt.)

Wieso darf Karasek immer und unentwegt schlechte Witze erzählen, und damit das von mir erträgliche Maß von 0 Karasek-Witzen pro Sendung so überaus überdehnen? (Mir ist ja das System von ABM und MEA so super schleierhaft – ein bissel mehr Abwechslung innerhalb ergotherapeutischer Tätigkeit würde ich mir auch für den ehemaligen Literatur-Guru wünschen. Der Karasek muss nicht immer auf dem selben Talkshow-Posten hocken!)

Wieso bietet man der Frau Steinbach immer und immer wieder eine Bühne? Warum darf die nochmal sagen, dass Deutschland da ja jetzt mal mit fertig werden müsse, mit seiner Vergangenheit? Jaja, die armen Deutschen …

Wieso bietet der SPD-Mann Rudolf Dreßler zwar durchaus gut Paroli („Es ging bei Eva H. nicht um die Verwendung des Wortes ‚Autobahn‘, sondern um ihren Relativismus, als sie sagte, so schlecht sei Hitler nicht gewesen, immerhin habe er die Autobahnen gebaut“), friemelt sein Fazit dann aber in einem ausgelutschten „Wer sich der Geschichte nicht bewusst ist, ist verdammt, sie zu wiederholen?“ zusammen?

Nicht der Einzelfall ist eingetreten, nicht Hitler im Form eines vermeintlich satirischen Buches auf singulären Besuch dahergekommen. Vielmehr sind sie immer wieder da, die gleichen doof-dummen Betrachten. Zum Opferstatus der armen Deutschen. Zum Wunsch, nun müsse mal Schluss sein.

Menno. Ich hätte gerne Antworten. Mein Geld zurück. Und ein bisschen mehr Ambiguität im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

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