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Imperiale Geschichte ist ja so weniger mein Sujet, noch dazu, wenn sie gespickt ist mit allzu vielen Daten, Fakten und sonstigem Nonsense, der die imperiale Geschichte womöglich noch deutlicher als die langweilige, aber krude Geschichte of white dead men darstellt und schreibt.

Bei London aber, da treffen sich imperiale Geschichte und das Postkoloniale. Die Stadt kann man als zweiseitig lesen, ihre Geschichte ist gleichwohl imperial wie postcolonial.

Dabei ist das Zusammenfügen des Begriffs postcolonial mit einer bedeutenden westlichen Metropole keineswegs unproblematisch, ist London doch allzu lange Nutznießer imperialer Macht gewesen und keineswegs in der Rolle der Ausgebeuteten. Von postcolonial London zu sprechen mag also die Aufmerksamkeit abziehen von just jenen Ländern, denen eine Kolonisiertheits-Geschichte anhaftet. Der Fokus läge somit wieder auf den dead white men, denen am Trafalgar Square oder Unter den Linden oder vor dem Capitol Monumente aufgestellt werden.

Dem aber auf die Schliche zu kommen – der oftmals unterdrückten agency of postcolonialism – setze ich mir mal als Beschäftigung für’s Wochenende. Da gucke ich mir die Geographie des imperialen Londons an, lese Zadie Smith oder Sam Selvon und gucke, wie sich heritage und identity im postimperialen London diskutieren lassen. Die sich daraus ergebenden Gedanken dokumentiere ich in den nächsten Tagen, sprich: so um’s Wochenende rum, hier.

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