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Warum mache ich mir die Welt nicht viel einfacher? Statt den Kopp in den Sand zu stecken, 30 Semester zu studieren und Trübsal zu blasen, könnte ich mir einen Backautomaten kaufen und Marmelade kochen. Die Welt  könnte einfach sein und schön, aber was mach ich? Ich gräme mich, lasse das Grau der Welt auf mich wirken. Wo ist das Rezept, vegan oder nicht, dass mir sagt, wie ich die Marschflugkörper, die die Triebkräfte hinter der Weltgeschichte auf mich abfeuern, galant ignorieren kann? Wie entgehe ich dem (vernichtenden) Urteil, spießig zu sein, wenn ich einfach nur eine extrem lange Aufwärmphase brauche, um zu feiern, ohne mich jeweils selbst zu beobachten, zu bewerten? Und schon das Trapsen neuerlicher Wurfgeschosse wahrnehme. Alles nur a self-fulfilling-prophecy?

Aber, on the other hand: ich will keinen Brotbackautomaten, und ich will … über mein Essen nachdenken, anstatt für meinen Mann Marmelade zu kochen. Ich will nicht fröhlich sein müssen, sondern auf Partys, die großer Mist sind, auf dem Smartphone Adorno lesen, will mich zurückziehen, ohne kauzig zu wirken. Will nachdenken, verändern, will Theorie statt knapper Fakten, will … leben. Und wieder leben lassen.

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2 Kommentare zu “MBTI-Day

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