Home

Ob wohl Michelle Obama mal Hillary Clinton folgen wird, und nach dem Ende von Barack Obamas Präsidentschaft selber als Staatsoberhaupt kandidieren wird? Wer diese Frage stellt, legt offen (bewusst oder unbewusst), welche Bedeutung der First Lady beigemessen wird. Beim US-Außenminister, bei der Verteidigungsministerin – da kommt niemand auf die Idee, nach den politischen Ambitionen des Lebenspartners zu fragen. Die Partnerin interessiert nur beim First Couple – in diesem Fall ist Michelle Obama Angelpunkt eines wichtigen Teils des US-Präsidenten: Sie ist die eine Hälfte der Inszenierung von Ehe.

Wenn man jetzt spekulieren will, ob vielleicht mal ein schwuler/bisexueller/transgender Mann Präsident wird, und dann argumentiert: „Klar, geht doch, siehe Wowi, Westerwelle – wir öffnen uns doch alle.“ – dann übersieht man, dass das US-Präsidenten-Paar ganz besonders an die Inszenierung einer gut funktionierenden Ehe gebunden ist. Solange es das Bedürfnis gibt, dass man das Staatsoberhaupt mit Hund und Kindern sieht, solange die First Ladies eine immer größere Projektionsfläche bilden, als „Weichmacher“ für ihre starken Politiker-Männer – solange … wird es wohl schwer bleiben, dass andere Beziehungsmodelle so sichtbar sein dürfen.

Advertisements

Ein Kommentar zu “Die First Lady – Eine Transe?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s