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Gerade der Fall Snowden, Obamas Absage des Treffens mit Putin – das sind aktuelle Triggerpunkte, die einige Knallköpfe dazu animieren, sich auf unterstem Niveau anti-amerikanisch (und anti-israelisch) zu äußern. Einer der obersten Favoriten anti-amerikanischer Polemik ist ja das vermeintliche Argument, die USA seien eine imperiale Macht, die ohne Einhalt um sich greift, deren weltmachtpolitische Ambitionen entgrenzt seien.

Nun, widerlegen wir mal, in dem wir konkret werden.  Ja, Obama betonte in seiner Berliner Rede im Juni die Rolle des US-Leaderships, ähnlich wie Kennedy das 1963 getan hat. Dabei zielt Obama nicht auf einen Neo-Isolationismus ab, orientiert die Außenpolitik der USA aber neu. Dieser vermeintliche Isolationismus könnte beobachtet werden, wenn man sich den Rückbau von US-Streitkräften in Europa ansieht – der Rückzug aus Heidelberg beispielsweise ist in Sack und Tüten. In der Lybien-Intervention verhielten sich die USA ebenfalls zurückhaltend, und haben hier Europa stärker in die Pflicht genommen, insbesondere Großbritannien und Frankreich. Hier geht es um die Forderung eines Burden-Sharings; gegenüber der US-Öffentlichkeit propagiert Obama eine supportive-role, keine leading-role in Lybien. Die USA sind also weiterhin bereit, international einzugreifen, sobald sie nationale Interessen (bedroht) sehen – diese Zurückhaltung macht deutlich, dass die USA eben keine imperiale Macht mit entgrenzten Ambitionen sind. Vielmehr ist es so, dass Obamas multilateraler Ansatz Europa stärkeren Einfluss einräumt.

 

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