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Während für manche die Wahlentscheidung darum justiert ist, ob sie als nächstes Food-Porn mit Pestobrot oder Pudding ins Netz laden, kann man die Welt da draußen auch in größeren Zusammenhängen betrachten. Die Bundestagswahl steht an, und auch, wenn die Wahlunterlagen bisher nur an Westberliner verteilt worden sind, hoffe ich auch hier im Friedrichshain auf die Möglichkeit zur politischen Partizipation. Die freilich beginnt nicht erst in dem Moment, in dem ich in den Darkroom für Wahlambitionierte steige und hinter Sichtschutz mein Kreuzchen setze – nein, politische Partizipation läuft jetzt. Sechs Wochen noch, mir Gedanken über mein Wahlkreuz zu machen.

Und da wage ich einen Versuch: Ich stelle mir vor, außerhalb der APO zu wählen, also ganz erwachsen und fast spießig, auf dem Boden der nicht punkigen Realität, meine Stimme nicht ungültig zu machen und vielleicht gar mehr als nur strategisch zu stimmen. Ich blättere also Wahlprogramme. Und stoße zuerst auf die SPD. Mein persönlicher Wahlomat. In den kommenden Wochen hier zu lesen.

SPD.   

Pro? Ich frage mich, ob ich alt genug dafür bin, mich dafür zu interessieren, dass die SPD mit dem Ausbau von Kita-Plätzen wirbt. Frühkindliche Erziehung raus aus privater Hand, mehr Kinder rein in Ganztagsbetreuung. Als Lehrer müsste mir das gefallen, als Privatmensch sehe ich hier ein Zugpferd, auf dem vor allem die Jusos in den Wahlkampf reiten.

Contra! Demgegenüber steht der alte Bock, der das Zugpferd des ganzen Landes sein will – Peer Steinbrück. MajaSchwarz mag Sarkasmus und Untertöne, aber die Arroganz von Steinbrück – nee. Ich will auch mehr Geld, klar, aber irgendwie … gehen Steinbrücks Eskapaden an meinem Verständnis von Sozial-Demokratie vorbei. Ich suche mal weiter – und fühle mich für den Moment von den Piraten-Plakaten animiert, mir über meine Wahl weiterhin Gedanken zu machen. Die unterstellen dem gemeinen Bundesbürger, sowieso nicht wählen zu gehen. Banausen.

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Ein Kommentar zu “Warum schreibe ich nicht, Ihr klickt mich ja doch ;)

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