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Marseille. Die ganze Stadt ist Neukölln. Nichts für zarte Gemüter, kaum etwas für Wellness-Urlaubs-Reinlichkeitsfaschisten, nichts für Verkehrsängstliche, nichts für Leute mit deutscher Vorgartenobsession oder für solche, die allergisch auf Oropax reagieren.

 

Laut ist es, und ich spreche nicht nur von dem DJ-Set im Nachbarzimmer. Wummernde Electrobeats lassen sich ja auch nicht in jeden Traum einbauen. Laut, und sobald man irgendwo auf die Straße tritt, wird es hektisch. Der Polenmarkt in Kostzyn in eine Ruheoase gegen eine „ballade“ die Canebiere entlang. Und alle, alle sprechen Französisch, nur die Minderheit touristisch, die Stadt torkelt zwischen Kulturhauptstadt-Anbiederung und Schmutz, zwischen aufgehübschten 3D-Postkarten und improvisierten Flohmarktständen, deren auf dem Boden ausgebreitete Verkaufstücher eiligst zusammen gerollt werden, sobald sich Polizei nähert, und deren Verkaufslaken (eben: keine Tische, nur die Tücher auf dem Boden) eiligst wieder ausgeworfen werden, sobald sie die Polizei entfernt.

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