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Letzte Woche, gebeugt über Brunchteller und Milchkaffee, ergab sich mit dem Herrn Papa ein Gespräch über Kinderspielzeug. Nach ein paar Gedanken über die Kanzlerin, den Spiegel, neue Filme, die Uni und das Leben im Allgemeinen erzählte mein Vater mir, er hätte für einen anstehenden Kindergeburtstag just ein Prinzessin-Lillifee-Produkt erstanden. Mir kräuselten sich die Nägel: War das die typische Landnahme genderspezifischer großväterlicher Erziehungslogik?

Nun, wir kamen auch auf Lego zu sprechen; ich sagte, durchaus in negativer Euphorie, wie kacke diese ganze Lego-Spielzeug-Welt mit ihrer Jungs-Mädchen-Trenne und ihrem begrenzenden Horizont für alle Geschlechter ist – Mädchen schon beim Legospiel auf’s Kaffeetrinken festzulegen und Jungs zum Kriegspielen großzuziehen. Für niemanden wirklich schöne Perspektiven. Was dann aber doch schön war: Bevor sich aus meinen Nägeln Korkenzieher drehten, lenkte mein Herr Vater ein und zeigte plötzlich Erkenntnis: Ja, neulich, im Spielzeugladen, da war ihm das auch aufgefallen, wie genderspezifisch das da war. Und wie doof.

Die Lillifee-Bettwäsche war zwar schon gekauft, aber es wird, so sich mein Vater beim nächsten Spielzeugkauf seiner Erkenntnis erinnert, keine Lego-Friends-Station samt Milchschaum geben. Das sind Worte zum Sonntag, die mir gefallen. 😉

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