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Israel und die Hamas sind im Konflikt. Immer, aber aktuell in besonderer Schärfe. Ein paar Anmerkungen zur „Operation Schutzlinie“

Der Nahostkonflikt ist kein leicht zu verstehendes Medienereignis. Irgendwie sind wir ja doch ganz weit entfernt, die Medien lügen ja sowieso (jaja, die Weltverschwörung lässt grüßen) und dann muss man sich als deutsches Kind ja immer für den eigenen Opa rechtfertigen. Blabla, eine nervtötende Leier, gegen die Helene Fischer tatsächlich Musik in meinen Ohren ist. Nachstehend ein paar Anmerkungen zum aktuellen Israel-Hamas-Konflikt – aus der September-Ausgabe der konkret übernommen.

 

  • Opferzahlen: Ähnlich wie im Krieg 2008/2009 ist davon auszugehen, dass die Hamas die Zahl der Opfer später in korrigierter Fassung veröffentlichen wird. Damals hatte die Hamas erst behauptet, bis auf 49 seien alle 1.200 Opfer Zivilisten. Zwei Jahre später hatten sich ihre Prioritäten geändert: Jetzt stand nicht mehr die Wirkung nach außen, sondern die bei der eigenen Bevölkerung im Vordergrund. Nun sagte die Hamas, sie habe „600 bis 700“ Leute verloren – und zerstörte damit den „Mythos vom Massaker an Zivilisten“.
  • Aktuell ist hierbei auch (wieder) die große Zahl der Männer im kampffähigen Alter unter den Toten interessant – die lässt nämlich darauf schließen, dass viele Kombattanten unter den Opfern sind
  • Der Aspekt des Schutzes der Bevölkerung: Hier heißt es ja, Israel bombardiere endlos zivile Ziele. Dabei versucht Israel die Sicherheit seiner Bürger durch Frühwarnsysteme, Schutzräume und Raketenabwehrsysteme so gut es geht zu gewährleisten – die Hamas verzichtet nicht nur darauf, sie zwingt Zivilisten sogar auf die Dächer der Häuser, deren Beschuß die israelische Armee zuvor in Flugblättern, SMS und Twitter-Nachrichten angekündigt hat.
  • Die Debatte um Verhältnismäßigkeit: Oh ja, die wird gern geführt. Egal, ob Luftschläge, Entsendung von Bodentruppen, gezielte Tötung von Hamas-Funktionären: Immer wird Israel Verhältnislosigkeit unterstellt, dabei wäre es doch so schön, wäre „der“ Jude doch mal brav wehrlos, ein möge sich doch bitte, endlich, in die ihm zugedachte Opferrolle fügen „um im postnazistischen, vergangenheitsbewältigten, wiedergutgewordenen Deutschland in den Genuß von Solidarität zu kommen“.
  • Brachialer und wohlformulierter Anti-Semitismus: Nur ein Beispiel unter vielen: Das (alte, brachial geäußerte) Klischee der Wurzellosigkeit findet sich heute in der (wohlformulierten) Überzeugung, der Staat Israel gehöre eigentlich nicht in einen muslimischen Nahen Osten.

 

Der Liste ließe sich einiges hinzufügen, leider. Für die frühe Morgenstunde soll’s das aber gewesen sein.

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Ein Kommentar zu “Wer ist hier aggressiv?

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