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Auf den Hermon nieselt immer weiter der Schnee, das Bergmassiv wird höher, der Stapel zu lesender Artikel erweitert sich stetig. Außerdem bin immer noch krank, darf weiterhin das Haus nicht verlassen und kämpfe lesend dagegen an, zu verblöden.

Folgender Artikel über Kochshows im deutschen Fernsehen, erschienen bei ZEIT online, tat meinem Vorhaben, bei all der Stubenhockerei nicht gänzlich meschugge zu werden, allerdings keinen Gefallen. Der Artikel ist blöde! Es wird einfach nicht klar, ob’s jetzt um deutsche Shows geht und was genau die amerikanischen oder israelischen Pendants denn nun auszeichnet und angeblich besser macht. Dem Artikel kann man, in guter alter Alfred Biolek-Manier, also allenfalls ein „interessant“ attestieren, womit gemeint ist, dass die Lektüre nun mal gar nicht schmeckt.

Etwas ernsthafter, wichtiger, stringent-konziser und damit besser ist die Darstellung der Heinrich Böll Stiftung zum Ende des Arabischen Frühlings und der Frage, was von den Revolutionen geblieben ist. Betrachtet werden Tunesien (Musterbeispiel), Ägypten (quasi Mittelfeld) und Syrien (Bürgerkrieg und Millionen Menschen auf der Flucht. Aber auch: Widerstand!) Mir wurde beim Lesen nochmal deutlich, dass ein großes Stück dieser Zeitgeschichte schon 5 Jahre zurück liegt, dabei kommt’s mir vor wie gestern (nicht, dass ich dabei gewesen wäre …). Krass, welche Ereignisse schon wieder aus meinem Gedächtnis katapultiert worden sind …

Ähnlich überblicksartig ist der Beitrag des Deutschlandfunks über TTIP und CETA, und welche Positionen dazu in Frankreich und Britannien bestehen, und was das mit einem möglichen Brexit zu tun haben könnte. 18 höhrenswerte Minuten Podcast.

Im Cicero ist ein Buchauszug über Pegida-Kritiker veröffentlicht. Dass dabei die geäußerte Kritik eben nicht nur etwas über die Kritisierten, sondern auch über die Krtiker selbst aussagt, ist ne all zu bekannte Flachheit, die mir in dem Textauszug aber viel zu hoch gebauscht wird. Ausserdem fehlt mir, zumindest in dem Textteil, ein Hinweis auf die bestehende Definition dessen, wer als rechts(extrem) eingestuft wird. Im Auszug wird das nur schwammig angedeutet:„Wie sich Rechte von Nazis abgrenzen lassen, nach welchen Kriterien sie als solche identifiziert werden, bleibt schwammig und wenig trennscharf….“. Haben die Autoren denn selber ein Konzept? Bzw. welches? Irgendwie keine ausreichende Motivation, jetzt in das Buch zu schauen …

Dann noch zwei Mal Antisemitismus, bzw. Reaktionen darauf: Der AfD darf man sehr wohl Judenhetze vorwerfen, urteilt ein Gericht. Und einem Berliner Projekt für Geflüchtete, deren Aktivisten nachweislich auch mit der Hisbollah sympatisieren, wird nachträglich die Nomienierung für einen Förderpreis aberkannt.

 

 

 

 

 

 

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