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Nachdem ich im Frühjahr lesend zu Hause geblieben bin, mach ich mich derzeit über Serien her, Netflix sei Dank. Ein bissel überrascht bin ich ja von meinem … Durchhaltevermögen, kotzen mich die meisten Serien (a.k.a. „House of Cards“) doch relativ bald an, ohne dass ich herausfinde, wen Francis Underwood wohl noch so auf dem Gewissen hat.

Aber HoC oder Pretty Little Liars sind ja auch so endlos lang, so viel prokrastinieren kann dann nicht mal ich. Gott sei Dank gibt’s Serien auch im Mini-Format, 8 -10 Folgen pro Staffel sind genau das Richtige für mein ADHS-Hirn und angeschlagenes Sitzfleisch.

Bevor ich also Netflix leer streame, hier im Kurzformat ein paar Serien-Empfehlungen, die Ihr Euch ebenfalls anschauen könnt, solltet Ihr vom warmen Wetter die Schnauze voll haben oder mit den Nachwehen eines Bänderrisses noch immer nicht wieder in den Schweizer Alpen wandern wollen.

 

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#1 Broadchurch: Fiktive kleine englische Küstenstadt, kombiniert mit innerem Jubel meinerseits, weil ich letztes Jahr an einigen der Drehorte war, ganz zufällig, noch bevor ich von der Serie wusste. Ein 11-jähriger Junge wird getötet, und die Serie erzählt in langsamen, eindrucksvollen Bildern, wie die Broadchurch-Bewohner damit umgehen. Leider wird die Auflösung im Zeitraffer der letzten anderthalb Folgen präsentiert, die Serie gewinnt irgendwie an Fahrt, was irgendwie nicht zum vorherigen Tempo passt. Trotzdem: ein hinreißender Akzent von David Tennant und eine großartige Olivia Colmann als Ellie Miller. Achso, dazu gibt’s einen wundervollen Titelsong von Ólafur Arnalds: So close

[Mit ein wenig mehr Kritik kann ich noch hinzufügen, dass mir die Auflösung nicht gefallen hat, weil sie u.U. ein doofes Bild derjenigen Gruppe vertritt, die der Täter ja irgendwie repräsentiert. Aber ich will nicht spoilern.]

 

Stranger_Things_logo

#2 Stranger Things: Es kommt meeeega selten vor, dass ich irgendwas sehe oder lese, was nicht bereits schon wieder komplett out ist. Aber „out“ kann „Stranger Things“ eigentlich nie werden, zumindest nicht, wenn man die 80er Jahre sowieso irgendwie geil findet. Und die spielen, neben so nem ekligen Schleimmonster, das sich durch Wände frisst und die Bewohner in Hawkin, irgendwo in den USA, verschwinden lässt, ne ziemlich gewichtige Rolle. Also bekommt man ziemlich viele Anspielungen auf Stephen King, the Clash, Star Wars und was das 80er-Jahre-Herz sonst noch so begehrt. Problem der Serie: wie bei Broadchurch: zum Ende hin wechselt das Tempo, nimmt mir zu rasant an Fahrt auf, und lässt viele der vorher en detail wichtigen zwischenmenschlichen Momente in den Hintergrund treten. Außerdem ist Chief Jim Hopper, der Vorstadt-Sheriff, am Anfang ziemlich unsympathisch, wohin er leider am Ende wieder zurück findet.

 

Marcella_TV_series_titlecard#3 Marcella: Krimi-Mystery-Mix, der Dritte, UK-basiert: Nummer 2. Die Serie dreht sich um die Londoner Ermittlerin Marcella, nicht so abgefuckt wie einst Schimanski, aber dennoch weit davon entfernt, gut drauf zu sein. Grad in Trennung, ihre Kinder mögen sie nicht sonderlich, und außerdem kann sie sich nicht daran erinnern, ob sie den Mord, den sie untersuchen soll, selbst begangen hat. Spannend, gute Figur, aber irgendwann sind’s mir zu viele Morde, zu viele Nebenfiguren, dass es mir schwer fiel, hinterher zu kommen. Könnte ne zweite Staffel vertragen, geht aber auch ohne (man will ja auch mal was accomplishen!)

 

 

 

 

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