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Ich habe, das darf ich so sagen, in letzter Zeit mehr gelesen, als es für mich üblich ist. Ich bin Bummlerin, auch was Bücher angeht, dabei habe ich Literatur studiert. So ein Buch ist aber fast immer ein Kampf. Ein steiler, hoher Berg, dessen Höhenmeter ich keuchend erklimme, froh über jedes einzelne zurückgelegte Stückchen Weg. Bücher, die dauern.   

Aber grad, da flutscht es, da sind die Berge eher hügelig und weniger alpig. Da gehen auch zwei in einer Woche. Gestern Harry Potter, heute was von Frédéric Valin. Randgruppenmitglied. Ein schönes Buch. So viel schöne Sprache, da tut es gleich viel weniger weh, über was Valin da schreibt. Schonungslos ehrlich ist der, so ehrlich, wie man nur in einer Erzählung sein darf, niemals persönlich und in Echt. So gemein, dass man das Kostüm der Literatur braucht, dringend, sonst kann man gleich die Gasleitung offen lassen und sich am Küchentisch eine Zigarette anstecken.   
Man will keine seiner Figuren sein, so viel ist schnell klar. Aber die Sprache, die will ich Valin gern rauben, so präzise beobachtet der, so wortklug. Gönnerhaft ist er nicht, seine Geschichten spiegeln Abgründe. Aber „rauchen spielen“ ist schön, und wie er den Osten beschreibt, das stimmt. Kurzweilig also allemal. Ein schöner Start ins Buchjahr. 

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