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Im Missyverse hat sich Valerie-Siba Rousparast vor zwei Tagen darüber beschwert, dass das deutsche Fernsehen so wenig Diversität abbilde. Das mag durchaus ein Fakt sein, dennoch kann ich ihre Forderung, dass sich die TV-Landschaft diesseits von Netflix doch bitte heterogenisieren sollte, nicht ganz nachempfinden. Immerhin wird dem hiesigen Fernsehen ohnehin unterstellt, altbacken und wenig interessant zu sein. Und ja: das ZDF lockt vermutlich eher meine Oma an, als die Generation Z. Die Lindenstraße, so divers sie auch sein mag, treibt – seien wir mal ehrlich –  Leute schon allein aus cineastisch-filmästhetischen Gründen eher ins Kino, zu Netflix oder Prime. Eine etwas diversere Fernsehlandschaft wird GZSZ auch nicht zu HTGAWM machen; In aller Freundschaft lockt vermutlich weiterhin nur die Schwiegertante vor die Röhre, als dass die Schnitte sich ändern würden oder etwaige Plottwists plötzlich überraschen würden. Dass das deutsche TV einem heterogenen Publikum nicht so ganz gerecht wird, liegt also vermutlich daran, dass, wer etwas mehr cineastischen Anspruch als der gemeine Mutter Beimer-Fan hat, sich ohnehin anderswo umsieht. Vermutlich ist das mit Angebot und Nachfrage zu erklären. Vom Missyverse hätte ich mir einen Blick über den Rand der eigenen Galaxie gewünscht – so hätte der Kontext der deutschen Fernsehlandschaft stärker erhellt werden können.

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